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Der Mond des Träumers
Der Mond des Träumers

Wie oft schau' ich auf die Uhr mein Gott, ob es noch zu früh ist oder nicht.
Die Lilie, die ich auf dem Feld bestellt, ist noch nicht angekommen.
Der Berg des inneren Friedens steht einsam und verlassen, sein Gipfelkreuz hoch über den Nebel gestreckt.
Schwarze Tannen am Bächlein der Liebenden hören aufmerksam ein stilles Gebet.
Hab' kniend eine Kerze aufgestellt.
In diesem nächtlich' Mondenschein dieses dunklen Wiesengrundes hoff' ich auf mein glimmend' Herz, wie ein Phantom, das niemand kennt und das fühlt den nächtlichen Singsang des Träumers.


Jürgen Nöding, 31.10.1988
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