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Leib
Leib

Deine Berührung, mein Beben und Zittern, dann schlafe ich auf Wolken.
Der bunte Regenbogen, den Du so liebst, er geht durch die Mitte meines Herzens, ist wie lauwarmer Regen auf meiner Haut.
Und das Morgenrot.
Mein Morgenrot spielt auf Instrumenten, die ich noch nie gehört Musik am blauen See.
Hörst Du auch das Gras wachsen wenn Du träumst,
aus Abgründen empor und Du dem Äther lauschst?
Leib.
Wenn Seele und Geist vom Herzen gehalten, dann gereicht Dir dieses Leben zur Wiederkehr.
Vielleicht.
Ich will den König sehen der unsere Einsamkeit regiert und uns die Dornen der Treue aus den Leibern zieht.
Leib.
Wenn ich rufe lebe ich in leisem Weh bis zum Abendrot meiner Traurigkeit.
Im Leib wie die Sonne, Seele wie der Mond, Herz ist wie Wasser.
Oh Geist Du schwarze Tanne, behüte treu die Hoffnung.


Jürgen Nöding, 25.11.1988
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