Jürgen Nöding
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Zeit im Dort
Zeit im Dort
Der liebe Gott trägt Rosa.
Ist zart.
Ist gerecht.
Ist jung und schön weil keine Sünd' teilt ihm die Zellen.
Fährt sacht hinab.
Fährt sacht empor.
Zwischen Kräutern und Pinien schwirren Melodien für den Stillstand aller Uhren.
Seine Geburt wie Silberbilder im Winde, für blauer Augen Tod.
Allwissender Paradiesenhain im Seelentrachten.
Umfangen vom Schicksal das unaufhörlich hämmern muss an Herzen : "Will Fülle und Segen."
In ewigem Gesträuch sein Rosa Wandern und in der Luft liegt nimmer Sterben.
Jürgen Nöding, 28.02.1989