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Draußen weit vom Dorf
Draußen weit vom Dorf

Es ist die Zeit ohne Gott über Hügeln im Morgentau.
Rehe zweifeln an ihren Gebeten und fliehen in den Nebel.
Das große "Warum" spricht mit sich selbst im dichten Forst und bleibt stets ohne Antwort.
Das Gesicht in der Lichtung wischt sich die Herbstblätter von der Stirn.
Ameisen krabbeln hektisch glänzend am Stamm der Erleichterung.
Habe nasses Moos um die Augen.
Meine blauen Lippen warten auf den Erlösungskuss durch die Sonne.
Zart wehende Gedanken pflügen die Felder und ein Kind pfeift den Amseln nach.
Vater ohne Obdach.
Und in der Ferne das Dorf woraus ich höre das unbarmherzige Glockenläuten.


Jürgen Nöding, 22.02.1989
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