Jürgen Nöding
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Wartezeit
Wartezeit
Zeitlich Blau. Bist Du's Vater ? Zeit des Vertrauens? Alltag zieht hinab.
Grüne Felder der Augenblicke, die ich dort pflücke.
In mir lebt die Welt wo Raben meine Hoffnung picken.
Und in meinem Seelentaumel ist's ein großer Wartesaal auf's Neue.
Vergangenes ist faul geworden.
Hab' frisches Saatgut in meinem Herzen.
Alles ist der Sehnsucht nie Erfüllung, so scheint's.
So ist der Tag auch nur ein Deut vom e'wgen Licht das niemals endet in eine Nacht nur ein Stück vom großen Glück und jedes End' ein neuer Anfang.
Doch wenn einmal die Liebe bleibt, dann bin ich dort wo ich hingehöre.
Und alle meine Engel bauen eine neue Welt so groß wie das Universum und so klein wie ein goldig Häuschen wo in möndlicher Nacht ein Silberleuchten und die Ähren im Wind so zahlreich wie die Sterne.
Jürgen Nöding, 20.12.1988